Grundschullehrer für einen halben Tag

Eine schöne Abwechslung zu dem, was ich sonst so tue, war mein Besuch in der Tübinger Grundschule Wanne. Alle Kids waren interessiert dabei, als es darum ging, wie man Tablets – in diesem Fall iPads – in der Grundschule zum Lernen einsetzen kann. Zustande gekommen war die Exkursion über die Forschungsbörse des Wissenschaftsjahres, über die die Klassenlehrerin auf mich und das IWM aufmerksam wurde.
Die Eltern und Kinder haben einer Veröffentlichung der Fotos zugestimmt. Sie können auf Facebook angesehen werden.

e-teaching.org-Newsletter und grafische Arbeiten

newsletter2Vor einigen Wochen habe ich hier im Blog auch mein berufliches Projekt „e-teaching.org im Kontext sozialer Netzwerke“ vorgestellt, für das ich seit März arbeite. Im aktuellen e-teaching.org-Newsletter (Nr. 36) sind anderthalb Seiten den Ergebnissen der jüngsten Studien gewidmet. Der Newsletter kann hier herunter geladen werden. Was grafische Arbeiten angeht, habe ich in letzter Zeit u.a. die neue Themenspecial-Postkarte, eine Visualisierung des „Advanced Co-Evolution Models“ (noch nicht veröffentlicht, zum Modell siehe Artikel von meinen Kolleg/inn/en: Kimmerle, Moskaliuk & Cress, 2011) und einen kleinen Comic (letzte Seite des Newsletters) gestaltet. Viel meiner Tätigkeit besteht im Moment auch in der Koordination dessen, was wir im e-teaching.org-Blog und auf Twitter schreiben.
Noch ein Hinweis in anderer Sache: Für eine Studie im Rahmen meiner Dissertation suche ich momentan Service-Learning-Expert/inn/en, die digitale Medien in ihrer Lehre einsetzen. Diejenigen Personen, die mir spontan in den Sinn kommen, werde ich in nächster Zeit natürlich auch anderweitig ansprechen. Trotzdem: wer das liest und sich angesprochen fühlt: bitte gerne bei mir melden.

Erste Ergebnisse im Social-Media-Projekt

strategieLangsam aber sicher gibt es erste vorzeigbare Ergebnisse aus meinem Projekt „e-teaching.org im Kon­text sozialer Netzwerke“ (oder wenn man mag kurz: „EIKSN“), für das ich seit dem Frühjahr arbeite. Das Projekt, welches von den Ländern Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen finanziert wird, möchte das Social Media Marketing des Informationsportals e-teaching.org verbessern. Im Sommer standen zunächst soziale Netzwerkanalysen (SNA) und eine Sekundärdatenanalyse zum COER13 an und erst kürzlich haben wir eine Online-Umfrage unter den Abonnenten unseres Portals durchgeführt, um die mehr über die Nutzungsgewohnheiten in Bezug auf soziale Netzwerke zu erfahren. Die Ergebnisse werden momentan noch ausgewertet und fließen dann in eine Social Media Strategie ein, die wir bis Ende September zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen in der Portalredaktion verabschieden werden. Eckpunkte der Strategie stelle ich Anfang Herbst auch hier im Blog und an offizieller Stelle vor. Es sei soviel verraten, dass wir gerade vor allem Facebook und Xing unter die Lupe nehmen, um zu schauen, wie e-teaching.org dort zukünftig aktiv werden kann. Nächste Woche geht es jetzt allerdings erst einmal auf die GMW-Jahrestagung nach Zürich, wo ich mich darauf freue, endlich die Personen kennenzulernen, die ich tagtäglich auf Twitter „sehe“.
PS: Neulich habe ich außerdem eine Rezension zum Buch „Patient Hochschullehre – Vorschläge für eine zeitgemäße Lehre im 21. Jahrhundert“ von Jürgen Handke verfasst, die online abgerufen werden kann.
PPS: Hier noch ein paar unkommentierte Bilder (CC BY-SA 3.0 DE) aus der Twitter-SNA:
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Vom Lech an den Neckar

Nachdem ich mittlerweile sehr gut in Tübingen angekommen bin und auch die neue Wohnung in Stuttgart einigermaßen steht, habe ich heute endlich ein wenig Ruhe, um auf die Veränderungen der letzten Mona­te zurückzublicken. Ich habe die Zeit in Augs­burg sehr genossen, seit Beginn meines Studiums waren das immerhin acht schöne Jahre in Bayrisch-Schwaben, wenn man meinen „Ausflug” nach England mal außen vor lässt. Aber wie das so ist, wenn manche Dinge sich zu sehr routinieren: man sucht nach neuen Herausforderungen und da kam mir die Stellenausschreibung aus Tübingen gerade recht.  Als „akklimatisierter Schwabe” ist die Sprach- und Kulturbarriere für meine bayrische Seele jetzt auch relativ leicht zu meistern, weshalb dem Zug gen Westen nichts entgegenstand.

Hier am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen sehe ich die Chance, mich wieder verstärkt dem E-Learning zu widmen und mich über mein eigenes Forschungs- und Entwicklungsprojekt „e-teaching.org im Kontext sozialer Netzwerke” zu verwirklichen und auch dem Bereich Social Media wieder anzunähern. Die Lehre mit Non-Profit-Einrichtungen war für mich ein interessanter Exkurs in eine sozialpädagogisch angehauchte Medien­pädagogik, aber auch mehr als das: nach wie vor halte ich die praktische Relevanz von Lehre und auch den persönlichen Kontakt zwischen Lehrenden, Lernenden und gesellschaftlichen Gruppen außerhalb der Hochschule für zentral, ungeachtet aller Chancen der Digitalisierung. Zwar mache ich momentan keine Lehre (wer weiß was die Zukunft bringt), aber dem „Blended Learning” Ansatz – und der Universität Augsburg über mein Promotionsvorhaben – werde ich wohl verbunden bleiben. Ebenso wie dem FC Augsburg, der es dank Sky auch in mein neues Heim geschafft hat ;-).

Netzinhalte für gemeinnützige Zwecke nutzen

Workshopsitzung im Rahmen meines Seminars „Öffentlichkeitsarbeit in Non-Profit Organisationen“, Universität Augsburg, 3. Juli 2013

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Alle enthaltenen medienrechtlichen Tipps und Feststellungen ohne Gewähr.

Interdisziplinarität in Wissenschaft und Studium


Manchmal passiert es, dass man den Wald for lauter Bäumen nicht mehr sieht. Zum Beispiel gestern, als ich mich in das Thema „Interdisziplinarität in der (Sozial-)wissenschaft“ eingelesen habe. In einem der Konferenzbände hier auf meinem Schreibtisch bin ich dann zufällig auf einen Beitrag meiner Augsburger Kollegen gestoßen, in den Proceedings einer wohlgemerkt interdisziplinären Konferenz zu Technology Enhanced Learning (TEL). Ab da war irgendwie klar, dass das Thema eigentlich gar nicht so neu für mich ist. In der Beschreibung meines Studiengangs heißt es immerhin: „der Bachelor- bzw. Master-Studiengang „Medien und Kommunikation“ (MuK) ist interdisziplinär angelegt“. MuK in Augsburg rühmt sich also ein interdisziplinärer Studiengang zwischen Kommunikations­wissenschaft (KW), Pädagogik und Digitalen Medien zu sein. Ist dem tatsächlich so?
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Von Kopfballtoren und Regenbogen-Nationen

Treffer, Entscheidung gefallen. Den Sommer nächstes Jahr verbringe ich in England.

Nachdem der Sonnenblumen-im-Haar-San-Francisco Traum Anfang Oktober feierlich geplatzt war, hat sich recht schnell der Nebel gelichtet: Siehe da, London wird die Stadt meiner Wahl von März bis August 2011. Was ich da mache? Nein nicht etwa Urlaub (natürlich niemals *hüstel*), vielmehr den Kopf anstrengen und in einem Forschungspraktikum mittels Empirie eine Masterarbeit zusammenspinnen. Thema sind Netzwerke, soziale Netze, Forschungscommunities unterstützt durch Social Media. Zielort ist das KMi der Open University eine international Fernuni in Milton Keynes bei London.
Und seit ein paar Wochen verstehe ich sogar British English. Für ein Seminar habe ich mir den BBC-TV-Kommentar zum Spiel England-Deutschland der WM 2010 in Südafrika zur Transkription ausgesucht. Ein packendes Spiel, das man als Deutscher auch gerne 10-mal anschaut, um das gelegentliche Genuschel zu verschriftlichen. Frage war letztendlich, welches Bild die Engländer von den Deutschen haben, wenn es um Fußball geht. Bzw. finden sich die lustigen SUN-Nazi-Klischees auch im TV? Das war eher nicht der Fall. Letzten Sommer beeindruckten die Deutschen Fußball-England so sehr, dass sie sogar zur „Rainbow Nation Germany Squad“ auserkoren wurden. Wegen der vielen un-deutschen Namen wie Klose, Gomez oder Podolski, naja in der Englischen Cricket-Mannschaft treffen auch immer Südafrikaner, wie ich neulich gelernt habe. Wer die 15-seitige, qualitative Studie durchlesen möchte kann sie sich hier herunterladen.

Web 2.0 und Hochschule – Lehrkonzepte online

Es ist immer wieder ein Thema – wenn nicht sogar das größte Thema – der Mediendidaktik an der Universität Augsburg. Wie lassen sich partizipative Web 2.0-Formate wie Blogs, Facebook, Twitter, Podcasts usw. sinnvoll für die Lehre an der Hochschule nutzen? Die Dienste haben alle den Vorteil, dass sie Werkzeuge zur Kollaboration bereitstellen, kostenlos sind und bei vielen Studenten mehr oder weniger bekannt sind.
Im Sommersemester 2010 gab es unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Ehlers ein Seminar zur oben genannten Fragestellung. Dabei war es erklärtes Ziel, dass die Seminarteilnehmer verschiedene Lehrkonzepte und konkrete Szenarien erarbeiten. Diese sollen in einem nächsten Schritt öffentlich verfügbar gemacht werden. Davon erhofft man sich, dass interessierte Dozenten die Konzepte für ihre Lehre nutzen.
Unter www.medienzoo.wikispaces.com sind ab sofort vier Lehr-/Lernkonzepte online. Neben Konzeptionen zur Nutzung von Twitter, Podcasts und Facebook ist auch das Projekt „Multimediablog“ von Benjamin Linder und mir online. Dabei ging es kurz gesagt darum, Handyvideos zur Dokumentation von Erfahrungen zu nutzen und diese Inhalte dann auf einem Blog zu teilen und zu diskutieren. Alle Projekte und die kurzen Videoclips dazu sind auf jeden Fall einen Blick wert.